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So ist das Leben

Fünf Inhaftierte arbeiteten 3 Tage intensiv an einem gemeinsamen Song. Unter der fachkundigen Anleitung von Drago Rajkovic wurden die Grundkenntnisse der Musik (Taktung usw.) vermittelt. Danach einigte man sich auf einen gemeinsamen Beat, dann ging es auch schon ans gemeinsame Texten. Hierbei sollten keine Fantasien gesponnen werden und auch kein „Gangsterleben“ dargestellt werden, vielmehr sollten es Texte aus dem eigenen Leben bzw. aus der Vergangenheit sein.

Laut den Inhaftierten wurde es z.T. emotional. „Ich habe Schubladen in mir geöffnet, ich wusste nicht mal, dass die da sind!‘‘

„Ich habe mich am ersten Tag mehr mit meiner Vergangenheit beschäftigt, als in der gesamten Zeit meiner Inhaftierung!“

Ich hörte Drago oft sagen: „Finde ich gut, ist schon geil, aber da geht noch was…!“

Nachdem der Text stand, wurde die einzelnen Passagen im eigens dafür umgebauten Tonstudio aufgenommen. Auch hier waren die Jungs sehr akribisch, es sollte ja auch perfekt klingen. Diskutiert wurde u.a. welche Strophe in welcher Reihenfolge abgespielt wird, um die sich harmonierenden Stimmen genau abzustimmen.

Als alle Strophen im Kasten waren, musste ein gemeinsamer Refrain einstudiert werden. Hierzu hat jeder den Refrain aufgenommen, welche dann von Drago übereinandergelegt wurden.

Auch hierbei wurde nichts ohne das genaue Gehör der Jungs gemacht. Die Wörter überschneiden sich, „hier hört man ein Echo – das muss weg“, „da muss ein Echo hin …“

So entstand „So ist das Leben“.



"leer"   Bildrechte: P. Pflugmacher

Song - So ist das Leben

 

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